Unter einem Techtelmechtel versteht man eine heimliche Liebschaft, die in der Regel eher oberflächlich und nicht besonders ernsthaft ist. Der Begriff wird vor allem in Österreich, aber auch in Süddeutschland verwendet. Viele Nachschlagewerke gehen davon aus, dass das Wort aus dem italienischen “teco-meco” abgeleitet ist, was übersetzt “ich mit dir, du mit mir” heißt. Manche leiten das Techtelmechtel auch aus dem Jiddischen her, genauer gesagt von dem Wort “tacht”, was auf Deutsch “heimlich” oder “geheim” bedeutet. Die genaue Wortherkunft ist nicht geklärt, die Bedeutung ist aber gesichert.
Grob lässt sich also sagen, dass ein Techtelmechtel dasselbe wie eine Affäre ist. Beides findet in der Regel heimlich statt und ist meist mit einem Seitensprung verbunden. Allerdings kann eine Affäre mit der Zeit durchaus ernste Züge entwickeln. Manche Menschen haben jahrelang einen Geliebten oder eine Geliebte, sodass sich mit der Zeit eine gewisse Vertrautheit entwickelt. Bei einem Techtelmechtel im eigentlichen Sprachgebrauch ist dies nicht der Fall. Der annähernd scherzhaft wirkende Klang des Begriffs soll die mangelnde Ernsthaftigkeit einer solchen Beziehung verdeutlichen. Es handelt sich also bei einem Techtelmechtel eher um eine reine Bettgeschichte oder ein lockeres Verhältnis, bei dem keine tieferen Gefühle mit im Spiel sind.
Dies bedeutet natürlich nicht, dass sich durch ein Techtelmechtel nicht auch eine engere Beziehung zwischen zwei Menschen entwickeln kann. Nicht selten führt ein unverbindlicher Kontakt über kurz oder lang dazu, dass sich beide ineinander verlieben. Dann spricht man aber genau genommen nicht mehr von einem Techtelmechtel, sondern eher von einer Affäre, bei der durchaus auch tiefere Gefühle im Spiel sein können. Natürlich kann ein Techtelmechtel auch zu einer klassischen Paarbeziehung führen. Diese wird hierbei aber nicht von Anfang an angestrebt, sondern entwickelt sich im Lauf der Zeit aus dem ursprünglich lockeren und eher oberflächlichen Kontakt.
Ein Techtelmechtel kann also auf verschiedene Weise enden. In den meisten Fällen geschieht dies, indem einer oder beide beschließen, das Verhältnis aufzulösen und sich nicht mehr zu sehen, beispielsweise weil die Treffen ihren Reiz verloren haben oder einer nach einer verbindlicheren Beziehung sucht. Oft geht ein Techtelmechtel aber auch in eine Affäre über, bei der eine tiefere emotionale Bindung besteht. Sie kann durchaus Züge einer klassischen Paarbeziehung haben, auch wenn es sich beim Partner oder der Partnerin um einen Seitensprung landet. Schließlich kann ein Techtelmechtel auch zu einer echten Liebe führen, wobei der Übergang hier fließend ist und oft nicht von beiden verabredet, sondern wie selbstverständlich gelebt wird, sobald auf beiden Seiten Gefühle ins Spiel kommen.
