Romantik

Würde man mehrere beliebige Menschen auf der Straße anhalten und danach fragen, wie sie Romantik definieren, so wären die Antworten sicher ein wenig unterschiedlich: ein Dinner bei Kerzenlicht, ein Sonnenuntergang am Strand, romantische Popsongs, ein schöner Blumenstrauß… aber allen gemeinsam wäre sicherlich, dass all das, was für sie Romantik ausmacht, nichts bedeutet ohne die Anwesenheit eines Menschen, für den sie entsprechende Gefühle hegen: romantische Gefühle.

Natürlich steht Romantik auch für eine Epoche in der Kulturgeschichte, die ungefähr vom Ende des achtzehnten bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts währte. In der Literatur und Philosophie der Romantik geht es im Wesentlichen um das Wahre und Schöne, um die mystische Überhöhung des Daseins, aber auch um eine Abkehr von Technik und Verstand, hin zum Gefühl, zum Wesentlichen und Einfachen.

Mit unserem heutigen Verständnis von Romantik scheint das wenig zu tun zu haben. Aber im Grunde geht es ja auch Ihnen, wenn Sie ein romantisches Abendessen arrangieren oder vielleicht einen Brief schreiben, in dem Sie Ihre Liebe gestehen, um das Eigentliche, das Wahre und Schöne: nämlich die Annäherung an den einen Menschen, ohne den Sie Ihre Zeit nicht mehr verbringen möchten. Das ist Romantik.



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